Der Egge Hof
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Hof-Journal·16. Januar 2026· 4 Min

Ein Jahr Egge Hof: Rückblick & Dank

Ein Jahr nach dem Start am Waldrand von Horn-Bad Meinberg: was gewachsen ist, welche Momente geblieben sind und ein herzliches Dankeschön.

Pferde grasen ruhig auf einem Paddock am winterlichen Waldrand im warmen Nachmittagslicht des Teutoburger Waldes.

Vor einem Jahr, im Januar 2025, standen die ersten Pferde in ihren Boxen, und ich habe abends noch lange am Zaun gestanden. Es war kalt, der Wald hinter dem Hof lag still, und ich habe mich gefragt, ob das alles so aufgeht, wie ich es mir ausgemalt hatte. Heute, ein Jahr später, weiß ich: Es ist mehr geworden, als ich zu hoffen gewagt hatte. Nicht wegen der Boxen oder der Paddocks, sondern wegen der Menschen und Pferde, die hierher gefunden haben.

Ich möchte diesen Jahrestag nutzen, um zurückzuschauen. Ganz persönlich, ohne große Worte, aber von Herzen.

Was in einem Jahr gewachsen ist

Als der Egge Hof im Januar 2025 loslegte, war vieles noch neu und ungewohnt. Die Fütterungspläne mussten sich einspielen, die Pferde ihre Plätze in der Herde finden, und ich meinen eigenen Rhythmus zwischen Stall, Weide und Reiterstübchen. Rückblickend sind es die kleinen, unspektakulären Dinge, die den Unterschied gemacht haben:

  • Der Aktiv-Lauftrail, der aus anfänglich zögerlichen Runden längst zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Viele Pferde legen hier über den Tag verteilt ihre Kilometer zurück, über verschiedene Böden, in ihrem eigenen Tempo.
  • Die Herden, die sich zusammengerauft haben. Es ist schön zu sehen, wie aus fremden Pferden über Wochen und Monate eine ruhige, eingespielte Gruppe wird.
  • Die individuellen Fütterungen, die wir Stück für Stück feiner justiert haben. Jedes Pferd bekommt, was auf seinem Plan steht, und das gibt allen Beteiligten Sicherheit.

Nichts davon ist über Nacht passiert. Es ist gewachsen, so wie ein Hof eben wächst, mit Geduld und vielen kleinen Anpassungen.

Momente, die geblieben sind

Wenn ich an das vergangene Jahr denke, kommen mir sofort einzelne Bilder in den Kopf. Der erste richtig warme Frühlingstag, an dem die Pferde nach dem Winter wieder auf die Weide durften und vor Freude über die Koppel gefegt sind. Die Sommerabende, an denen Einsteller nach dem Ausritt ins Silberbachtal noch im Reiterstübchen zusammensaßen, während draußen die Sonne über dem Teutoburger Wald unterging.

Besonders die Nähe zum Wald hat sich als das Herzstück herausgestellt, das ich mir erhofft hatte. Von hier aus bist du in wenigen Minuten auf den Reitwegen rund um Horn-Bad Meinberg, Richtung Silbermühle oder in die Nähe der Externsteine. Diese direkte Anbindung ans Grüne haben viele als Grund genannt, warum sie geblieben sind. Und ich verstehe das gut.

Es gab auch die stillen Momente. Ein Pferd, das nach einer schwierigen Zeit wieder aufblüht. Ein neuer Einsteller, der beim ersten Besuch sichtlich unsicher war und heute wie selbstverständlich zum Hof gehört. Solche Entwicklungen sind es, die mich morgens früh aus dem Bett holen.

Ein Dank an euch und eure Pferde

Ein Hof ist nur so gut wie die Gemeinschaft, die ihn trägt. Deshalb geht mein größter Dank an euch Einsteller. An euer Vertrauen, gerade in einem ersten Jahr, in dem noch nicht alles routiniert lief. An eure Geduld, wenn ich etwas ausprobiert oder umgestellt habe. Und an die vielen helfenden Hände, das Mitdenken am Zaun und die guten Gespräche in der Sattelkammer.

Danken möchte ich auch den Pferden selbst. Sie sind der eigentliche Grund, warum es diesen Hof gibt. Ihre Ruhe, ihre Eigenheiten und ihr Vertrauen machen jeden Tag hier besonders. Wenn du bei der Gesundheit oder Fütterung deines Pferdes einmal unsicher bist, sprich mich gern an, und lass uns im Zweifel Tierarzt oder Hufschmied hinzuziehen. Für das Wohl der Tiere ist mir das gemeinsame Hinschauen wichtiger als jede schnelle Antwort.

Ausblick auf das zweite Jahr

Ins zweite Jahr gehe ich mit demselben Gefühl wie am Anfang, nur ein bisschen gelassener. Ich möchte weiter feilen, an den kleinen Dingen, die den Alltag für Pferd und Mensch angenehm machen. Vielleicht der eine oder andere gemeinsame Ausritt, ein Kaffee mehr im Reiterstübchen, und vor allem: weiter zuhören, was ihr und eure Pferde braucht.

Der Egge Hof ist am Waldrand angekommen und hat Wurzeln geschlagen. Danke, dass ihr diesen Weg mit mir geht. Auf ein zweites Jahr zwischen Paddock, Trail und Teutoburger Wald.

Herzlich, deine Moni

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